Der Reiseführer für Barcelona und Umgebung.

Typische Touristen Fettnäpfchen in Barcelona

Andere Länder, andere Sitten – gerade im heißen Spanien sind einige Verhaltensweisen zu beachten, die für kühle Europäer ungewohnt sind. Dennoch kann es von Vorteil sein, wenn man sich gewisse Ratschläge zu Herzen nimmt. Schließlich will keiner aus purer Unkenntnis der örtlichen Gebräuche von einem Fettnäpfchen ins nächste tappen und sich dabei benehmen wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Wer die Spanier beobachtet, wie sie ihr gesellschaftliches Leben laut und temperamentvoll zelebrieren, kann leicht in Versuchung geraten, es ihnen gleichzutun. Doch Vorsicht: Hinter dem unbekümmerten, saloppen Benehmen verbirgt sich ein gehöriges Maß an Höflichkeit. Wem die Feinheiten dieses Miteinanders fremd sind, der sollte sich in Zurückhaltung üben, um nicht als respektloser, unhöflicher Tourist dazustehen.

Kommunikation und Begrüßung

Typische Touristen Fettnäpfchen

Bevor man in den Urlaub fährt, sollte man sich über fremde Sitten informieren.

Spanier legen großen Wert auf korrekten Umgang. Dazu gehört selbstverständlich auch die Sprache. Zwar wird nicht erwartet, dass jeder Tourist fließend Spanisch spricht, ein paar kleine Redewendungen und einfachste Sprachkenntnisse können einem jedoch viele Türen öffnen. Ein kleines Taschenwörterbuch kann da schon sehr gute Dienste leisten. Wer denkt, in einem Urlaubsgebiet müsse zwangsläufig jedermann Deutsch sprechen, wird in Barcelona oft eines Besseren belehrt. Wenn man sich dann nicht auf Kommunikation mittels Gestikulieren einlässt, sondern beleidigt reagiert, erwirbt man fast automatisch den Ruf eines unhöflichen Rüpels.
Urlauber, welche die Landessprache beherrschen, müssen vor allem auf Feinheiten achten. Duzen ist erst angebracht, wenn der Gesprächspartner damit beginnt. Zwar ist der Übergang zwischen “Sie” und “Du” fließend und kann sehr schnell vonstatten gehen, dennoch sollte man als Tourist nicht den ersten Schritt tun. Ebenso verhält es sich mit dem Begrüßungsküsschen auf die Wange. Abzuwarten, bis das (meist weibliche) gegenüber damit beginnt, ist oft die bessere Wahl.

Die Wahl der Bekleidung

Auch wenn sich die Einheimischen salopp geben, legen sie sehr viel Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Selbst in der wärmsten Jahreszeit tragen Spanier gerne Hemd und Hose, während Frauen auf schicke Kleider zurückgreifen. Wer als Tourist nicht unangenehm auffallen möchte, sollte beim Stadtbummel besser auf Shorts verzichten. Bikini und Badehose sind nicht nur völlig unangebracht, sie können dem Träger sogar Probleme bescheren: Wer in Barcelona oder anderen spanischen Städten mit Badekleidung herumläuft, muss Bußgeld bezahlen.

Essen und Trinken

Die richtige Bekleidung ist natürlich auch in Restaurants und Bars ein wichtiges Thema. Wer nicht direkt bei der Strandbude essen möchte, sollte zumindest auf lange Hosen und ein sauberes T-Shirt setzen. Doch Vorsicht, das nächste Fettnäpfchen lauert schon beim Betreten des Lokals: Der Gast sollte unbedingt warten, bis ihm vom Kellner ein Tisch zugewiesen wird. Sich einfach an einen freien Tisch – oder noch schlimmer – zu fremden Menschen zu setzen, ist absolut respektlos. Sobald man seinen Tisch bekommen hat, darf man sich dafür jede Menge Zeit lassen, auch wenn das Restaurant voll besetzt ist.

Kinder und Lärm

Spanien ist deutlich lauter als Deutschland, was so manchem Besucher an die Grenzen seiner Geduld bringt. Außer zur Siesta können rund um die Uhr Feuerwerke, musikalische Veranstaltungen und Hupkonzerte stattfinden. Am besten man bewahrt Ruhe und lässt sich vom – oft lauten – Leben mitreißen. Auch beim Kinderlärm sollte man besser Verständnis zeigen, wenn man nicht den Zorn der Eltern auf sich ziehen will.


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